Nach einem Handywechsel ist die alte SIM nicht automatisch deaktiviert. Wenn Sie dieselbe SIM-Karte ins neue Handy einsetzen, bleibt sie Ihrem Anschluss zugeordnet. Wenn Sie eine Ersatzkarte oder eSIM aktiviert haben, hängt es vom Anbieter und vom Grund des Wechsels ab, ob die alte SIM noch funktioniert.

Prüfen Sie zuerst, ob die alte SIM aktiv ist. Bewahren Sie eine noch aktive Karte und ihre Zugangscodes so auf, dass Unbefugte nicht daran kommen. Einen vorgeschriebenen Aufbewahrungsort gibt es nicht.

Erst den Kartenstatus klären

Klären Sie zuerst, ob Sie nur das Handy gewechselt, eine Ersatz-SIM bestellt oder eine eSIM eingerichtet haben. Eine weitere Karte kann auch eine zusätzliche SIM für denselben Tarif sein. Sie ist dann nicht zwingend eine ersetzte Karte.

Die Abläufe unterscheiden sich nach Anbieter und Anlass. O₂ sperrt die alte SIM laut eigener Auskunft automatisch, wenn Sie eine Ersatzkarte wegen Verlusts oder Diebstahls bestellen. Für andere SIM-Tausche lässt sich daraus kein einheitlicher Ablauf ableiten. Die Telekom beschreibt für ihren SIM-Kartentausch, dass die Rufnummer der neuen Karte zugeordnet und eine neue PIN sowie PUK vergeben werden. Fragen Sie Ihren Anbieter nach dem Status der alten Karte. Er kann Ihnen sagen, ob sie noch funktioniert, gesperrt wurde oder durch eine neue ersetzt wurde.

Frau richtet ihr Smartphone am Schreibtisch ein (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

PIN und PUK schützen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, die SIM mit einer sicheren PIN zu schützen. Wenn die PIN-Abfrage eingeschaltet ist, müssen andere die PIN eingeben, bevor sie die SIM nutzen können. Mit der PUK, auch Super-PIN genannt, können Sie eine SIM entsperren, die nach falschen PIN-Eingaben gesperrt wurde. Die Telekom rät, PIN und PUK sicher aufzubewahren.

Legen Sie die Zugangscodes nach Möglichkeit getrennt von der SIM ab. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme. Es gibt keine ausdrückliche Vorschrift, die Codes getrennt von der SIM aufzubewahren. Wer Karte und Codes gemeinsam findet, erhält leichter Zugang zur SIM. Verwahren Sie Codes auch nicht offen neben dem alten Handy.

SIM sicher lagern

Bewahren Sie eine SIM, die Sie noch benötigen, an einem festen, geschützten Ort auf, zu dem nur Sie Zugang haben. Ein Umschlag oder ein kleines Behältnis hilft, die Karte nicht lose herumliegen zu lassen oder zu verlieren. Beschriften Sie den Umschlag oder das Behältnis, damit Sie die Karte wiedererkennen. Schreiben Sie PIN oder PUK nicht darauf.

Bestätigt der Anbieter, dass die Karte gesperrt oder ersetzt wurde, brauchen Sie sie für den Anschluss nicht mehr bereitzuhalten. Prüfen Sie trotzdem, ob Sie einen konkreten Grund zum Aufbewahren haben. Die Hinweise von Behörden und Anbietern nennen keine bestimmte Aufbewahrungsdauer.

Altes Handy weitergeben

Nehmen Sie die SIM heraus, bevor Sie das bisherige Smartphone verkaufen, zurückgeben oder recyceln. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vorhandene Speicherkarten vor der Weitergabe ebenfalls zu entfernen. Wenn die SIM im Handy bleibt, geben Sie sie mit dem Gerät weiter.

Modernes neutrales Smartphone liegt auf einer hellen Fläche (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

Bei Verlust sofort sperren

Wenn die SIM verloren gegangen oder gestohlen worden ist, lassen Sie sie zeitnah beim Anbieter sperren. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt die Sperrung bei Verlust eines Mobiltelefons; auch die Telekom rät bei einer verlorenen oder gestohlenen SIM zur sofortigen Sperre. Wenn die Karte sicher zu Hause liegt, klären Sie zuerst beim Anbieter, ob sie noch aktiv ist.

SIM-Karte entsorgen

Eine bundesweit einheitliche Regel zur Entsorgung jeder SIM-Karte ist hier nicht belegt. Der Abfallwirtschaftsbetrieb München führt SIM-Karten in seinem Abfalllexikon und verweist bei Elektro- und Elektronikabfällen auf Wertstoffhöfe und Rücknahmemöglichkeiten im Handel. Fragen Sie bei Unsicherheit Ihre örtliche Abfallberatung nach dem passenden Weg.