Bei fortlaufender Nutzung eines Prepaid-Pakets mit vier Wochen Laufzeit rechnen Sie für den Jahresvergleich mit 13 Paketzeiträumen: Vier Wochen entsprechen 28 Tagen und sind kürzer als ein Kalendermonat. Multiplizieren Sie den Preis pro Zeitraum mit 13 und teilen Sie das Ergebnis durch 12, um den Monatsdurchschnitt zu berechnen.

Bei einmaliger Nutzung zahlen Sie den Preis für einen Zeitraum sowie mögliche einmalige oder zusätzliche Kosten. Die Rechnung mit 13 Zeiträumen gilt, wenn Sie das Paket das ganze Jahr über nutzen.

Vier-Wochen-Preis umrechnen

Vier Wochen entsprechen 28 Tagen. Dreizehn Zeiträume umfassen zusammen 364 Tage. Deshalb eignet sich diese Rechnung als Jahresvergleich:

  • Jahresvergleich: Preis pro Paketzeitraum × 13
  • Monatsvergleich: Jahresvergleich ÷ 12

So lässt sich ein Vier-Wochen-Preis leichter mit einem Tarif vergleichen, den der Anbieter einmal pro Kalendermonat abrechnet. Bei gleichem Preis pro Zahlung ergeben 13 Zahlungen gegenüber zwölf rund 8,3 Prozent mehr.

Die 13 Zahlungen dienen nur dem Vergleich. Wie viele Abbuchungen in einem bestimmten Kalenderjahr anfallen, hängt auch davon ab, wann Sie den Tarif starten und an welchem Tag der Anbieter erneut abbucht.

Neutrale SIM-Karte liegt neben einem Smartphone (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

Beispiel mit 9,95 Euro

Die Telekom nennt für ein Prepaid-Angebot einen Preis von 9,95 Euro je vier Wochen. Damit sieht die Rechnung so aus:

Rechnung Ergebnis
Ein Zeitraum von vier Wochen 9,95 €
13 Zeiträume im Jahresvergleich 129,35 €
Zwölf Zahlungen zu je 9,95 € 119,40 €
Jahresvergleich auf zwölf Monate umgelegt rund 10,78 € pro Monat
Mehr gegenüber zwölf Zahlungen 9,95 € pro Jahr

Das Beispiel veranschaulicht die Umrechnung. Preise und enthaltene Leistungen unterscheiden sich je nach Tarif und können sich ändern. Prüfen Sie daher vor dem Kauf den aktuellen Preis des konkreten Angebots.

Zusatzkosten einbeziehen

Rechnen Sie einmalige Kosten wie Kartenpreis oder Versand hinzu, falls sie anfallen. Rechnen Sie auch kostenpflichtige Zusatzpakete und Leistungen dazu, die nicht im gebuchten Paket enthalten sind.

Startguthaben kann den ersten fälligen Betrag abdecken. Je nach Anbieter wird der Paketpreis zunächst vom vorhandenen Guthaben abgezogen; das Startguthaben ist daher nicht automatisch ein Rabatt. Prüfen Sie auch, ob das Paket nach 28 Tagen automatisch verlängert wird und wie viel Guthaben dafür verfügbar sein muss. Die Bedingungen hängen vom jeweiligen Tarif ab.

Paketzeitraum und Vertragslaufzeit

Ein 28-Tage-Zeitraum gibt an, wie lange das Paket gilt oder in welchem Abstand der Anbieter den Preis abbucht. Der Prepaid-Vertrag endet dadurch nicht automatisch nach 28 Tagen. Ob und unter welchen Bedingungen sich das Paket erneuert, steht in den Tarifbedingungen.

§ 56 des Telekommunikationsgesetzes legt unter anderem fest, wie lange Verträge mit Verbraucherinnen und Verbrauchern laufen und wie sie gekündigt werden können. § 59 behandelt die Mitnahme der Rufnummer. Diese Regeln gelten für das Vertragsverhältnis. Ein 28-Tage-Paket wird dadurch nicht zu einem Kalendermonat. Prüfen Sie für konkrete Fristen die Vertragsbedingungen und die Angaben des Anbieters.

Die Vertragszusammenfassung fasst die wesentlichen Vertragsbedingungen zusammen, während das Produktinformationsblatt wichtige Tarifmerkmale und Preise darstellt. Lesen Sie beide Unterlagen, wenn Sie Laufzeit, Verlängerung und Kosten vergleichen.

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Küchentisch (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

Datenvolumen und Netz vergleichen

Vergleichen Sie neben dem Preis auch, wie viel Datenvolumen pro Zeitraum enthalten ist und ob es bei jeder Verlängerung neu bereitsteht. Bei einem 28-Tage-Paket erhalten Sie bei fortlaufender Nutzung in der Regel 13 neue Paketzeiträume pro Jahr. Vergleichen Sie diese Menge mit dem Datenvolumen, das ein Monatstarif im Jahr bietet.

Auch ein Jahrespaket kann im Preisvergleich günstiger erscheinen. Die Telekom nennt beispielsweise ein Jahrespaket für 99,95 Euro mit 20 GB pro Monat beziehungsweise 240 GB für das Jahr. Die beiden Angebote lassen sich nicht direkt nach Leistung vergleichen, weil Laufzeit und ausgewiesene Datenmenge unterschiedlich sind. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtpreis gemeinsam mit der Datenmenge und der Laufzeit.

Prüfen Sie außerdem den Empfang an den Orten, an denen Sie Ihr Telefon nutzen. Die Bundesnetzagentur stellt eine Mobilfunkversorgungskarte für die Netze von Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 bereit. Die Netzabdeckung am Wohnort und am Arbeitsplatz kann für die Tarifwahl wichtiger sein als ein kleiner Preisunterschied; die Karte hilft beim Vergleich, ersetzt aber keine Prüfung des Empfangs in einzelnen Gebäuden.