Die Frage nach dem besten Handytarif kann nicht pauschal beantwortet werden. Bester Handytarif ist immer das Angebot, das am besten zum Nutzerverhalten passt. Geschäftsleute, die das Handy täglich und oft nutzen, viel im Internet surfen und ständig ein aktuelles Smartphone Modell nutzen wollen, werden wohl mit den Business Tarifen der etablierten Anbieter am besten bedient sein.
Mit der Auswahl eines perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Handytarifs lässt sich viel Geld sparen. Wenn Sie zum Beispiel Extras wie eine SMS Flatrate gar nicht benötigen, weil Sie ohnehin hauptsächlich Whatsapp oder ähnliche Messaging Apps verwenden, sollten Sie diese Flatrate auch nicht über die monatliche Grundgebühr finanzieren und stattdessen nach einem Tarif suchen, der beispielsweise ein besseres Paket für mobiles Internet bietet.
Wenn der Handytarif mit einem modernen Smartphone genutzt werden soll, stellt das Internetpaket in der Regel die wichtigste Kondition des Vertrags dar, denn ohne mobiles Internet können Sie die meisten Funktionen des Internets zumindest unterwegs oft gar nicht nutzen. Achten Sie deshalb auf das inklusive Datenvolumen sowie die zugesicherte Geschwindigkeit und vergleichen Sie den Preis mit anderen Anbietern.
Netzbetreiber, Provider und Discountmarken
Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist auf den ersten Blick unüberschaubar, gerade in den letzten Jahren kamen zu den klassischen Anbietern viele neue Unternehmen hinzu, deren Tarife und Angebote sich oft deutlich voneinander unterscheiden. Dieses Bild täuscht jedoch, denn tatsächlich ist der Hauptteil des Marktes auf wenige Unternehmen verteilt.
Infrastruktur des Mobilfunks
Zunächst einmal muss man zwischen den Netzbetreibern und Providern unterscheiden. Die Netzbetreiber stellen die für den Mobilfunk benötigte Infrastruktur, also das Netzwerk aus Leitungen und Sendemasten, selbst zur Verfügung. Davon zu unterscheiden sind die Provider, also die Dienstleister für den Endkunden, Diese kaufen in der Regel Lizenzen bei den Netzbetreibern, die sie zur Nutzung des Mobilfunknetzes berechtigen. Diese Lizenzkosten werden natürlich über die Vertragskosten an den Endverbraucher weitergegeben.
Zu den Providern gehören dann auch die sogenannten Discountmarken, die meist mit sehr niedrigen Preisen um die Gunst der Kunden werben. Auf den ersten Blick scheinen sich die Angebote der Discounter kaum von den teureren Produkten der normalen Provider zu unterscheiden. Dennoch sollte der Kunde stets bedenken, dass der günstige Preis meist durch Abstriche bei der Leistung ermöglicht wird und deshalb vor allem bei den Discountern genau vergleichen.
Netzbetreiber
Die Netzbetreiber sind sozusagen die Herrscher über das deutsche Mobilfunknetz. Sie sind für den direkten Betrieb der Einrichtungen verantwortlich, die einen Mobilfunk überhaupt erst ermöglichen. Ein Anbieter, der Handytarife ihn Deutschland verkaufen will, muss also zunächst einmal eine Lizenz bei einem der Netzbetreiber erwerben, um Zugriff auf deren Netz zu erhalten.
Die vier Netzbetreiber
Die vier von der Bundesnetzagentur genannten Mobilfunknetze sind Telekom, Vodafone, Telefónica und1&1. E-Plus ist kein eigenständiger aktueller vierter Netzbetreiber. Die Netzbetreiber bieten in der Regel auch selbst Handytarife an, werden also auch als Provider tätig. Für den Kunden ergibt sich dabei grundsätzlich kein Unterschied, ob er nun einen Handyvertrag direkt bei einem Netzbetreiber oder bei einem Provider abschließt.
Auswahl des Netzbetreibers
In der Regel suchen sich die Kunden ihren Handytarif nach den Konditionen aus, die der jeweilige Provider bietet. Welcher Netzbetreiber dann für den Vertrag zuständig ist, spielt bei der Kaufentscheidung selten eine Rolle. Dabei gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Netzbetreibern, die sich auch auf Endkunden auswirken können. Die größte Rolle spielt dabei die Netzabdeckung. Je nachdem, wie gut die Abdeckung in einem Gebiet ist, wird der Kunde im Alltag auch eine bessere Verbindung zum Netz haben, was sich dann in der Geschwindigkeit des Internets sowie der Sprachqualität bei Anrufen deutlich bemerkbar machen kann. Es kommt letztendlich also darauf an, wo der Kunde seinen Handyvertrag hauptsächlich nutzen will. Alle Netzbetreiber bieten auf ihrer Homepage einen Netzabdeckungskarte an, die einen kostenlosen, vom Wohnort abhängigen Vergleich ermöglicht.
Provider
Die Provider sind der direkte Vertragspartner für den Kunden. Der Handyvertrag wird also direkt mit einem Provider, nicht mit einem Netzbetreiber geschlossen. Bei den Providern zeigt sich im Vergleich zu den Netzbetreibern eine wesentlich größere Vielfalt. Heute gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Providern, die wiederum über mehrere verschiedene Tarife verfügen. Und regelmäßig kommen neue hinzu.
Drillisch
Zu den größten Providerunternehmen in Deutschland gehört Drillisch mit den Marken Phonex, McSim, Hello Mobil und simly. Dabei konzentriert sich Drillisch vor allem auf den niedrigpreisigen Discountermarkt. Als Netzbetreiber werden vor allem Vodafone und Telefonica genutzt, wobei die Telefonica Tarife in der Regel etwas günstiger angeboten werden.
Freenet
Auch die Freenet AG vereint gleich mehrere Marken unter einem Dach, wobei bei den Kunden vor allem Mobilcom Debitel die größte Bekanntheit haben dürfte. Das Besondere an ist die freie Netzbetreiberauswahl, dafür muss der Kunde jedoch einen Vertrag über 24 Monate abschließen. Die anderen zu Freenet gehörenden Marken wie Callmobile und Freenetmobile bieten dagegen auch Handyverträge ohne Mindestlaufzeit, sind dafür aber auch auf einen bestimmten Netzbetreiber beschränkt.
Discount-Marken
Als vor einigen Jahren die ersten Discountmarken im Mobilfunkbereich an den Start gingen, galten sie vor allem als Angebote für Gelegenheitstelefonierer und stellten keine ernsthafte Konkurrenz für die etablierten Anbieter dar. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahren jedoch deutlich verändert, heute bieten die Discount-Marken fast alle Vorteile der normalen Provider und können diese preislich meistens unterbieten.
Zurzeit gibt es zwar viele Discountmarken, diese teilen sich in der Regel jedoch auf wenige Konzerne auf. Der Spitzenreiter ist dabei die Drillisch Gruppe, die mit Marken wie eteleon, DeutschlandSIM, discoTEL, winSIM und SIM.de vor allem Privatnutzer anspricht. Mit dem M2M Provider hat Drillisch aber auch ein passendes Angebot für Business Kunden im Programm. Auch Marken wie congstar, simyo und klarmobil haben sich in den letzten Jahren einen Namen bei Mobilfunkkunden gemacht. Das Unterscheidungskriterium zu den regulären Providern sind dabei meist Handytarife ohne Mindestlaufzeit oder monatliche Grundgebühr.

Vertragslaufzeit & Abrechnung
Für Verbraucherverträge im Anwendungsbereich des §56 TKG darf die anfängliche Laufzeit höchstens 24 Monate betragen; ein Angebot mit höchstens 12 Monaten ist ebenfalls vorgeschrieben. Nach stillschweigender Verlängerung ist der Vertrag nach Ablauf der anfänglichen Laufzeit mit einem Monat Frist kündbar. Eine solche Laufzeitbindung betrifft vor allem Handytarife, in denen ein neues Handy mitfinanziert wird. Für den Kunden hat das den Nachteil, dass er innerhalb der Laufzeit nicht in einen günstigeren Tarif wechseln kann oder hierfür hohe Gebühren zahlen muss. Wenn Sie mit Ihrem Handytarif flexibel bleiben wollen, sollten Sie deshalb ein Angebot ohne Mindestlaufzeit wählen, wie sie etwa von den Discountern angeboten werden.
Auch die Abrechnung gehört zu den wichtigen Vertragsmodalitäten. In der Regel fällt für den Handyvertrag eine monatliche Grundgebühr an, die dann zum Ende des Vertragsmonats fällig wird. Hinzu kommen die Verbindungskosten, sofern diese nicht unter eine Flatrate fallen. Zusätzlich sollten Sie aber darauf achten, in welcher Taktung der Provider die Verbindungen abrechnet. So sollten Sie Traife mit einer 60/60 Taktung meiden. Denn hierbei wird selbst bei kurzen Gesprächen mindestens eine Minute voll berechnet, jede weitere angebrochene Minute wird ebenfalls voll berechnet. Gerade bei Vieltelefonierern entstehen dadurch hohe Kosten für eine Leistung, die in dieser Höhe gar nicht in Anspruch genommen wurde. Wesentlich komfortabler ist dagegen eine 60/1 Taktung. Hierbei wird die erste Minute ebenfalls voll berechnet, danach erfolgt aber eine sekundengenaue Abrechnung.
Flatrates & Inklusivpakete
Zu den besonders populären Merkmalen von Handytarifen gehören die sogenannten Flatrates und Inklusivpakete. Bei einer Flatrate fällt für bestimmte Verbindungen, also zum Beispiel Gespräche ins Fest- oder Handynetz oder SMS nur eine geringe monatliche Grundgebühr an, dafür sind diese Verbindungen dann in unbegrenzter Höhe kostenlos. Bei Inklusivpaketen handelt es sich dagegen um eine in der Höhe begrenzte Flatrate. Besonders beliebt sind etwa Inklusivpakete mit 100 SMS im Monat oder einem bestimmten Internetvolumen.
Auch wenn Flatrates und Inklusivpakete in der Regel verlockende Schnäppchen versprechen, ist das nicht immer der Fall. Grundsätzlich lohnen sich diese Angebote nur dann, wenn die entsprechenden Verbindungen auch tatsächlich intensiv genutzt werden. Wenn Sie zum Beispiel kaum SMS schreiben, weil Sie fast nur surfen und telefonieren oder Whatsapp nutzen, lohnt sich eine SMS Flatrate nicht. Hier zahlen Sie dann für eine Leistung, die Sie letztendlich gar nicht benötigen.
Mobiles Internet als Option
Zu den größten Vorteilen moderner Smartphones gehört natürlich die Möglichkeit, damit jederzeit und mit schneller Geschwindigkeit im Internet zu surfen. Wenn Sie einen Handytarif für Ihr Smartphone suchen, sollten Sie deshalb auf jeden Fall darauf achten, dass eine Internetoption verfügbar ist. Oft werden diese bei Bedarf zusätzlich zum Vertrag hinzugebucht und enthalten ein bestimmtes Inklusivvolumen.
Leider machen viele Privatnutzer den Fehler, bei der Internetoption alleine auf den Grundpreis zu achten. Stattdessen sollten Sie genau prüfen, wie viel Datenvolumen Sie im Monat benötigen und vor allem berücksichtigt, was passiert, wenn Sie dieses Volumen überschreiten. In der Regel fallen dann zwar keine zusätzlichen Kosten an, allerdings wird die Verbindungsgeschwindigkeit stark ausgebremst, eine bequeme Nutzung des mobilen Internets ist dann kaum noch möglich. Wenn Sie also darauf angewiesen sind, jederzeit Zugriff auf ein schnelles mobiles Internet zu haben, sollten Sie ein entsprechend hohes Inklusivvolumen wählen. Gelegenheitsnutzer, die lediglich hin und wieder eine Webseite auf dem Weg zur Arbeit lesen wollen, können dagegen auch Internetoptionen mit einem geringeren Volumen wählen.

Handytarife im Vergleich
Welches der zahlreichen Angebote auf dem Mobilfunkmarkt sich Chancen auf die Auszeichnung als bester Handytarif für Sie ausrechnen darf, hängt vor allem von Ihrem eigenen Nutzungsverhalten ab. Wenn Sie das Handy vor allem geschäftlich nutzen und dabei täglich viel telefonieren wollen, sollten Sie vor allem auf Tarife mit Flatrates und gut ausgestatteten Internetoptionen achten. Soll das Smartphone dagegen hauptsächlich zuhause zum Surfen und Spielen genutzt werden, lohnt sich vielleicht eher ein Discounttarif ohne Mindestlaufzeit und Grundgebühr, auf Flatrates können Sie dann getrost verzichten.
T-Mobile
T-Mobile ist eine Tochter der Deutschen Telekom und einer der größten Mobilfunkprovider in Deutschland. Das Tarifangebot ist dementsprechend dann auch nicht auf eine bestimmte Zielgruppe wie Privatnutzer und Businesskunden zugeschnitten, sondern deckt mit den vielen Tarifpaketen den gesamten Markt ab.
Die Premiumtarife von T-Mobile richten sich vor allem an Vieltelefonierer und Geschäftskunden. Das Besondere an diesen Tarifen ist, dass der Kunde nicht nur alle zwei Jahre ein neues Smartphone erhält, sondern jedes Jahr. Vorausgesetzt natürlich, der Vertrag wird verlängert. Alle Premiumtarife enthalten Flatrates ins Festnetz und für SMS sowie ein Internetvolumen von mindestens 3 GB. Die Preise beginnen bei 79,95 Euro und reichen bis zu 149,95 in der teuersten Variante Complete Premium, in der auch Flatrates für Auslandsverbindungen enthalten sind.
Die Magenta Mobile Tarife sollen dagegen vor allem Privatnutzer ansprechen und beinhalten neben einer SMS- und Telefonflat ein Internet Highspeed Volumen zwischen 500 MB und 5 GB. Preislich bewegen sich die Magenta Mobile Tarife zwischen 29,95 und 79,95.
Vodafone
Auch Vodafone ist ein seit langer Zeit etablierter Mobilfunkanbieter in Deutschland. Neben den klassischen Mobilfunktarifen mit monatlicher Grundgebühr werden auch Prepaidtarife ohne Mindestvertragslaufzeit und Grundgebühr angeboten, bei denen dann lediglich die Verbindungskosten bezahlt werden.
Die wichtigsten Handytarife bei Vodafone sind die Red Tarife, die neben einer SMS- und Telefonflatrate auch ein Datenvolumen für das mobile Internet enthalten. Hierbei hat der Nutzer die Wahl zwischen drei Tarifen mit 1,5 GB, 3 GB und 8 GM Inklusivvolumen. Außerdem ist in den Tarifen ein aktuelles iPhone enthalten, dür das allerdings eine Anzahlung von mindestens 130 Euro fällig wird. Kunden, die diese Tarife online buchen, profitieren von Vergünstigungen wie etwa drei Monaten ohne Grundgebühr.
O2
O2 ist eine Tochter des großen Netzbetreibers Telefonica, der seinen Kunden eine große Auswahl aus verschiedenen Tarifen für Privatanwender und Businesskunden bietet. Darüber hinaus verkauft O2 Handys sowohl als Bestandteil der Tarife wie auch unabhängig von einem bestimmten Tarif als Ratenkauf mit dem O2 MyHandy Angebot.
Die O2 Blue Tarife sind das Herzstück des O2 Angebots. Die Blue Tarife können in verschiedenen Größen von S über M bis L gebucht werden. Im kleinsten Tarif O2 Blue S sind bereits 200 MB Datenvolumen für mobiles Internet enthalten, im größten Tarif O2 Blue L beträgt das Volumen 3 GB. Für die Tarife werden monatlich zwischen 19,99 und 35,99 Euro. Besonders viel Flexibilität ermöglicht der O2 Blue Select Tarif. Dieser enthält mit 500 MB Datenvolumen und einer Flatrate in ein Netz der Wahl die Möglichkeit, den Tarif mit kostenpflichtigen Zusatzmodulen zu erweitern. So kann der Nutzer etwa zusätzliches Datenvolumen oder einen Zugang zum Streaminganbieter Napster hinzubuchen.
E-Plus
Auch der Mobilnetzbetreiber E-Plus wendet sich als Provider direkt an die Endkunden. Diesen bietet E-Plus neben seinen Tarifen zusätzliche Goodies wie stark vergünstigte Smartphones oder Tablets. Der Einsteigertarif Base Pur gehört mit gerade einmal 7,50 Euro monatlich zu den günstigsten Angeboten bei den traditionellen Providern und enthält immerhin 50 MB Datenvolumen für mobiles Internet, was für Wenigsurfer absolut ausreichend sein dürfte.
Darüber hinaus werden noch die Base Tarife Smart, All-IN und All-In Plus für 10 Euro, 25 Euro und 40 Euro angeboten, die sich vor allem bezüglich der Flatrate Volument unterscheiden. Außerdem erhalten die Kunden bei den Tarifen All-In und All-In Plus noch zusätzliche Extras wie etwa eine Virenscannersoftware von Kaspersky.
DeutschlandSIM
Der Mobilfunkprovider DeutschlandSIM gehört zu den sogenannten Discountern und hat im Vergleich zu den größeren und traditionellen Anbietern den Vorteil, mit besonders günstigen Tarifen aufwarten zu können. Zwar müssen die Kunden dafür auch häufig auf bestimmte Extras verzichten, dennoch lohnen sich die Tarife vor allem für Privatnutzer, die keine hohe monatliche Belastung durch den Handyvertrag wünschen.
Zu den Besonderheiten der DeutschlandSIM Tarife gehört die Möglichkeit, den Vertrag monatlich zu kündigen. Es gibt also keine Mindestvertragslaufzeit. Der günstigste Tarif Smart200 beginnt bereits bei 4,95 monatlich und beinhaltet immerhin ein Datenvolumen von 200 MB, das über kostenpflichtige Zusatzoptionen erhöht werden kann. Selbst der teuerste Smartphone Tarif Smart1000 kostet gerade einmal 13 Euro im Monat, wobei 250 Freiminuten und 250 SMS bereits im Preis inbegriffen sind.
discoTEL: Discounter mit Smarphone-Shop
Auch die discoTEL Tarife gehören zu den Discountangeboten. Dabei sorgt die Nutzung des Telefonica Mobilfunknetzes für gute Gesprächsqualität und schnelles Internet. Einsteiger finden mit dem discoTEL einen guten Tarif für 7,95 Euro monatlich und können ein monatliches Datenvolumen von 300 MB nutzen, das mit Zusatzoptionen erweitert werden kann.
Außerdem bietet DiscoTEL die jeweils aktuellen Smartphones im Shop zum Download an, ausgewählte Modelle sind dabei zu vergünstigten Preisen erhältlich. Da es bei DiscoTEL wie bei den meisten anderen Mobilfunkdiscountern keine Mindestlaufzeit gibt, werden zumindest die aktuellen Modelle jedoch nicht subventioniert.
winSIM: Klassische Discount Tarife
Der Discounter winSIM bietet neben klassischen Smartphonetarifen auch einen 6-Cent-Tarif an, bei dem für jede Minute, jede SMS sowie jedes Megabyte Datenvolumen lediglich sechs Cent anfallen, dafür muss keine Grundgebühr gezahlt werden. Außerdem muss der Kunde sich nicht lange an den Anbieter binden und kann den Tarif jederzeit kündigen.
Während die Zielgruppe des 6-Cent-Tarifs eher Gelegenheitsnutzer sind, werden Kunden, die ihr Smartphone häufiger nutzen wollen, bei den anderen Tarifen fündig. Im Smart 300 Tarif sind 100 Minuten, 100 SMS und 300 MB Datenvolumen für 6,95 im Monat enthalten. Wer mehr Inklusivminuten oder Datenvolumen benötigt, sollte zum Flat M 500 Tarif für 19,95 Euro greifen, neben einer Telefon- und Internetflat 500 MB Datenvolumen. Noch besser ausgestattet ist der Flat L 2000 Tarif mit zwei Gigabyte Datenvolumen.
simply: All-In Tarife
Der Mobilfunk Discounter simply richtet sich mit seinen Tarifen vor allem an Smartphone Einsteiger. Wie viele andere Discounter bietet auch simply seinen Kunden die Möglichkeit, den Vertrag jederzeit zu kündigen. Die All-In Tarife decken vom Wenigsurfer bis hin zum Businessnutzer sämtliche Zielgruppen ab.
Bester simply Tarif für Einsteiger ist das All-In 200 Plus Paket mit 50 Freiminuten, 50 SMS und 200 MB Datenvolumen für nur 4,95 Euro im Monat. Für nur 9,95 Euro im Monat erhält der Kunde mit dem All-In 500 Plus Paket jeweils 250 Freiminuten und SMS sowie 500 MB Datenvolumen. Vielsurfer dürften mit dem All-IN 1000 Plus Paket am besten aufgehoben sein. Dieses enthält ebenfalls 250 Freiminuten und SMS sowie ein Gigabyte Datenvolumen, für 12,95 Euro im Monat.
MaXXim: All-In Tarife
Der Discounter MaXXim verzichtet bei seinen Smartphone Tarifen ebenfalls auf eine Mindestvertragslaufzeit, der Kunde kann den Vertrag also jeden Monat kündigen. Für Smartphone Nutzer dürften vor allem die All-In Pakete interessant sein, die je nach Größe ein bestimmtes Inklusivvolumen an Minuten, SMS und Internettraffic beinhalten.
Der MaXXim All-In 200 Plus Tarif beginnt bereits bei 4,05 Euro im Monat, dafür erhält der Kunde 50 Freiminuten sowie 50 kostenlose SMS und 200 MB Datenvolumen. Für 6,95 im Monat erhöhen sich die Freiminuten im All-In 300 Plus und SMS auf jeweils 100 und das Internetvolumen auf 300 MB. Der All-In 500 Plus Tarif enthält dann bereits jeweils 250 Freiminuten und SMS, außerdem kann der Kunde 500 MB Datenvolumen nutzen und zahlt dafür 9,95 Euro im Monat. Bester maXXim Tarif für Vielsurfer dürfte allerdings der maXXim 1000 Plus Handytarif sein, in dem ein Internetvolumen von einem Gigabyte enthalten ist.
Fazit
Wer sich heute auf die Suche nach dem besten Handytarif macht, hat dabei oft die Qual der Wahl. Häufig spielen bei der Entscheidung für einen Anbieter aber ohnehin nicht die eigentlichen Vertragskonditionen die größte Rolle, sondern Extras wie subventionierte Smartphones oder andere Vergünstigungen. Viele Kunden versuchen auch einen Anbieterwechsel zu vermeiden, weil sie den Aufwand scheuen, der mit der Mitnahme der seit Jahren genutzten Rufnummer verbunden ist.
Wer unbedingt ein neues Smartphone haben will, sucht in der Regel Handytarife, in denen eines der neuen Modelle bereits enthalten ist. Der im Vergleich zum Neukauf oft geringe monatliche Preis solcher Angebote wirkt auf den ersten Blick oft wie ein Schnäppchen. Tatsächlich zahlen Sie bei solchen Angeboten auf die Laufzeit gerechnet aber häufig drauf. Hier sollten Sie die Kosten für den Zweijahresvertrag beispielsweise mit einem Ratenkauf gegenrechnen. Viele Anbieter bieten neben dem klassischen Subventionierungmodell mittlerweile auch Ratenkäufe von neuen Smartphones mit geringen oder sogar ganz ohne Zinsen an.
Bei Privatnutzern gibt es große Unterschiede im Nutzerverhalten. Wer auf mobiles Surfen verzichten oder nur hin und wieder mal das Internet nutzen und hauptsächlich telefonieren möchte, benötigt keine üppige Flatrate. Hier lohnt sich ein Blick auf die Angebote der Discounter, die in der Regel zudem monatlich gekündigt werden können. Wenn Sie Ihr Smartphone dagegen nicht mehr missen möchten und jederzeit ohne spürbare Geschwindigkeitsbegrenzung im Netz surfen und dazu noch häufig telefonieren und SMS schreiben, sollten Sie eher eine gut ausgestattete Flatrate auswählen und eine höhere Grundgebühr in Kauf nehmen, um das Kostenrisiko durch Einzelverbindungen zu reduzieren.
Vertiefung und aktuelle Einordnung
Handytarif in fünf Schritten wählen
Ein passender Handytarif deckt Ihren tatsächlichen Verbrauch ab, bietet an Ihren regelmäßigen Aufenthaltsorten ausreichend Empfang und verursacht über die Vertragsdauer überschaubare Kosten. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:
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Verbrauch ermitteln: Prüfen Sie Ihren Datenverbrauch über mehrere vollständige Abrechnungszeiträume. So sehen Sie, ob Sie dauerhaft viel Datenvolumen brauchen oder ob ein kleineres Paket reicht.
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Empfang prüfen: Schauen Sie auf Wohnung, Arbeitsplatz, Pendelstrecke und regelmäßig besuchte Orte. Die Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur hilft bei der Vorauswahl. Sie zeigt die Versorgung im Außenbereich, sagt aber keinen Empfang innerhalb von Gebäuden zu. Aufgeführt sind die Netze von Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1.
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Leistungen festlegen: Legen Sie fest, wie viel Datenvolumen und welche Geschwindigkeit Sie benötigen. Prüfen Sie auch Zusatzleistungen, etwa eine weitere SIM-Karte für Smartwatch oder Tablet sowie Telefonie und Datenverbindungen im Ausland.
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Gesamtkosten vergleichen: Rechnen Sie die Angebote für denselben Zeitraum durch, zum Beispiel für 24 Monate. Berücksichtigen Sie monatliche Grundgebühren, Anschluss- oder Bereitstellungspreise, Rabatte, einmalige Kosten und Raten für ein mitfinanziertes Gerät. Ein günstiger Preis in den ersten Monaten oder pro Gigabyte zeigt nicht, was Sie insgesamt zahlen.
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Vertragsbedingungen kontrollieren: Prüfen Sie Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und weitere Bedingungen vor dem Abschluss. Nach § 56 Telekommunikationsgesetz darf die anfängliche Vertragslaufzeit höchstens 24 Monate betragen. Verlängert sich ein Vertrag anschließend stillschweigend, können Sie ihn mit einer Frist von einem Monat kündigen.
Diese Reihenfolge hält Aktionspreise und große Datenpakete an der richtigen Stelle: Erst bestimmen Sie Ihren Bedarf, dann vergleichen Sie passende Angebote. Allgemeine Durchschnittswerte ersetzen den Blick auf Ihren eigenen Verbrauch nicht.
Ermitteln Sie Ihren Datenbedarf
Ihr eigener Verbrauch ist die verlässlichste Grundlage für die Tarifwahl. Prüfen Sie deshalb zwei bis drei vollständige Abrechnungszeiträume im Kundenkonto Ihres Mobilfunkanbieters. So erkennen Sie, wie viel Datenvolumen Sie in normalen Monaten verbrauchen.
Betrachten Sie Ausnahmen gesondert: Ein Urlaub ohne WLAN, ein Umzug oder ein ausgefallener Festnetzanschluss erhöhen den Verbrauch. Diese Monate zeigen aber nicht unbedingt, wie Sie Ihr Handy im Alltag nutzen. Vergleichen Sie die Angaben des Anbieters anschließend mit der Verbrauchsanzeige Ihres Smartphones. Beide Werte sind nur vergleichbar, wenn sie denselben Zeitraum abdecken. Viele Smartphones setzen ihre Statistik nicht automatisch zum Beginn des Abrechnungszeitraums zurück.
Planen Sie auch absehbare Änderungen ein. Längere Pendelwege, weniger verfügbares WLAN oder eine häufigere Nutzung des Smartphones als Hotspot erhöhen den Bedarf. Die Bundesnetzagentur meldete für 2025 durchschnittlich 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Dieser Wert beschreibt den Mobilfunkmarkt, keine passende Datenmenge für Sie. (Bundesnetzagentur)
Nutzung statt Nutzerklassen
Feste Kategorien wie „Wenignutzer“ oder „Vielnutzer“ helfen bei der Tarifwahl wenig. Entscheidend sind Ihre gemessenen Werte und Ihre Gewohnheiten. Die folgenden Beispiele sind erfunden und zeigen typische Nutzungsmuster:
Bei rund 3 GB in einem Monat mit regelmäßigem WLAN reicht möglicherweise ein kleines Paket mit etwas Reserve. Bei etwa 12 GB und regelmäßigem Pendeln sollten Sie größere Pakete mit Tarifen vergleichen, die bei Bedarf bezahlbares Zusatzvolumen anbieten. Bei ungefähr 35 GB und häufigem mobilem Videostreaming zählen neben der Datenmenge auch die verfügbare Geschwindigkeit und die Bedingungen nach Verbrauch des Inklusivvolumens.
Verbrauchen Sie in manchen Monaten deutlich mehr Daten als in anderen, vergleichen Sie die Kosten für zusätzliches Datenvolumen mit dem Preis eines dauerhaft größeren Pakets. Wählen Sie die Datenmenge für gewöhnliche Monate und prüfen Sie, wie teuer einzelne Ausnahmen werden.
Videoqualität zählt mit
Bei mobilen Videos bestimmt nicht nur die Wiedergabedauer den Verbrauch, sondern auch die eingestellte Bildqualität. Netflix nennt für HD bis zu 3 GB pro Stunde und für Ultra-HD bis zu 7 GB pro Stunde. Diese Werte gelten für Netflix und die jeweiligen Wiedergabeeinstellungen. (Netflix: Datenverbrauch einstellen)
Zwanzig Minuten Video pro Tag ergeben in 30 Tagen zehn Stunden. In HD können dabei bei Netflix bis zu 30 GB anfallen. Prüfen Sie deshalb, ob Sie Serien und Filme unterwegs streamen oder vorher über WLAN auf das Gerät herunterladen.
Mobilfunknetz und Geschwindigkeit prüfen
Prüfen Sie zuerst die Orte, an denen Sie Ihr Handy regelmäßig nutzen: Wohnung, Arbeitsplatz, häufig besuchte Gebäude, Pendelstrecke und Reiseziele. Entscheidend ist, welches Mobilfunknetz Ihr Tarif nutzt und ob dieses Netz an diesen Orten ausreichend funktioniert.
Die Mobilfunk-Monitoring-Karte der Bundesnetzagentur hilft bei der Vorauswahl. Sie können die Karte nach Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 sowie nach der verwendeten Mobilfunktechnik sortieren. Die Karte zeigt jedoch, welche Gebiete im Freien mit Mobilfunk versorgt sind. Sie ist keine Garantie für Empfang in einer bestimmten Wohnung, einem Büro oder einem Zug.
Für Juni 2026 wies die Karte eine 5G-Flächenabdeckung von 96,2 Prozent durch mindestens einen Betreiber aus. Dieser Wert beschreibt die Versorgung über die Fläche Deutschlands. Er sagt nicht, welches einzelne Netz an Ihrem Wohnort verfügbar ist oder ob Ihr Tarif dort 5G empfängt.
Testen Sie das Netz nach Möglichkeit an Ihren wichtigen Orten, bevor Sie sich länger binden – etwa mit einer zeitlich begrenzten Nutzung. Die Karte zeigt gemeldete Versorgung. Ein gewöhnlicher Geschwindigkeitstest misst dagegen Ihre Verbindung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Seit dem 20. April 2026 bietet die Bundesnetzagentur zudem ein Verfahren zum Nachweis einer möglichen Minderleistung im Mobilfunk an. Karte, Speedtest und Nachweisverfahren beantworten also unterschiedliche Fragen.
Maximaltempo und Bedarf trennen
Die beworbene Höchstgeschwindigkeit entscheidet nicht allein darüber, ob ein Tarif passt. Netflix empfiehlt für einen einzelnen Stream mindestens 5 Mbit/s für Full HD und 15 Mbit/s für 4K. Diese Werte gelten für den Dienst und garantieren keinen stabilen Empfang unterwegs (Netflix).
Vergleichen Sie die maximale Download- und Uploadgeschwindigkeit. Prüfen Sie auch, wie schnell die Verbindung nach Verbrauch des Datenvolumens noch ist. Das ist besonders wichtig, wenn Sie regelmäßig einen Laptop per Hotspot verbinden oder mehrere Geräte gleichzeitig nutzen. Entscheidend ist, ob die Verbindung an den Orten, an denen Sie sich aufhalten, für Ihre Nutzung ausreicht.
Kurz mitnehmen: Prüfen Sie zuerst den Empfang an Ihren regelmäßigen Aufenthaltsorten. Vergleichen Sie dann Download, Upload und die Geschwindigkeit nach Verbrauch des Datenvolumens.
Häufige Frage
Bedeutet eine 5G-Abdeckung von 96,2 Prozent, dass mein Tarif überall 5G empfängt?
Nein. Die Zahl bezieht sich auf die Flächenversorgung im Freien durch mindestens einen Betreiber. Für Ihren Tarif zählen das verwendete Netz und der Empfang an den Orten, an denen Sie Ihr Handy nutzen.
Wähle das passende Tarifmodell
Bei Prepaid zahlen Sie im Voraus. Rechnungstarife mit kurzer Kündigungsfrist und Verträge mit längerer Laufzeit unterscheiden sich darin, wann Sie zahlen und wie lange Sie gebunden sind. Entscheidend sind jedoch immer die Bedingungen des konkreten Angebots.
Bei Prepaid laden Sie Guthaben im Voraus auf. Das bedeutet nicht, dass keine Vertragsbedingungen gelten. Prüfen Sie, ob sich Datenpakete automatisch verlängern, wie Sie Guthaben aufladen und was bei längerer Nichtnutzung der Karte passiert. Die Verbraucherzentrale rät, diese Regeln vor dem Kauf genau zu prüfen.
Bei einem Rechnungstarif mit kurzer Kündigungsfrist sind die tatsächliche Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist maßgeblich. Ein Vertrag mit längerer Laufzeit passt, wenn die enthaltene Leistung und die Gesamtkosten Ihren Bedarf decken. Bei Verbraucherverträgen darf die anfängliche Laufzeit höchstens 24 Monate betragen. Der Anbieter muss außerdem eine Vertragslaufzeit von höchstens zwölf Monaten anbieten (§ 56 Telekommunikationsgesetz).
Enthält der Tarif ein Smartphone, rechnen Sie Gerät und Tarif über denselben Zeitraum zusammen. Vergleichen Sie diese Summe mit den Kosten für ein separat gekauftes Gerät und einen passenden Mobilfunktarif. Prüfen Sie auch, was „unbegrenztes Datenvolumen“ konkret bedeutet: Manche Tarife enthalten Daten ohne feste Obergrenze, bei anderen müssen Sie zusätzliches Datenvolumen aktiv nachbuchen.
Vierwochenpakete richtig vergleichen
Ein Vierwochenpaket gilt 28 Tage, ein Monatstarif bis zum entsprechenden Kalendertag des Folgemonats. Für einen vereinfachten Jahresvergleich rechnet die Verbraucherzentrale daher mit 13 Vierwochenpaketen statt mit zwölf Monatspreisen. Das Datenvolumen steht bei Vierwochenpaketen entsprechend 13-mal pro Jahr bereit.
Bei 9,99 Euro je Paket kosten 13 Vierwochenpakete 129,87 Euro im Jahr. Zwölf Monatspreise zu jeweils 9,99 Euro ergeben 119,88 Euro. Diese Rechnung dient dem Preisvergleich; die tatsächlichen Abbuchungstermine richten sich nach dem Startdatum.
Vergleiche die Gesamtkosten
Vergleichen Sie Tarife über denselben Zeitraum und mit den Leistungen, die Sie tatsächlich benötigen. Addieren Sie Anschlussgebühren, alle Monatspreise, verpflichtende Zusatzoptionen und erwartbare Kosten für zusätzliches Datenvolumen. Ziehen Sie Gutschriften nur ab, wenn Sie deren Bedingungen sicher erfüllen und den Bonus tatsächlich erhalten.
Teilen Sie die Gesamtsumme durch die Zahl der Vergleichsmonate. Bindet ein Vertrag Sie länger als der gewählte Zeitraum, weisen Sie die Kosten für die übrigen Monate getrennt aus. Markieren Sie Preisstufen, Anschlussgebühren und das Ende von Rabatten deutlich.
Einstiegspreis gegenrechnen
Ein niedriger Preis in den ersten Monaten sagt wenig über die Kosten während der gesamten Laufzeit aus:
- Tarif A: 6 Monate à 9,99 Euro, danach 18 Monate à 29,99 Euro sowie 39,99 Euro Anschlussgebühr. Gesamtkosten über 24 Monate: 639,75 Euro. Das entspricht 26,66 Euro pro Monat.
- Tarif B: 24 Monate à 24,99 Euro ohne Anschlussgebühr. Gesamtkosten: 599,76 Euro, also 24,99 Euro pro Monat.
Tarif A wirkt anfangs günstiger, kostet über 24 Monate aber 39,99 Euro mehr. Rechnen Sie einen bedingten Bonus getrennt vom regulären Preis. So bleibt erkennbar, was Sie ohne die Gutschrift zahlen und welche Voraussetzung dafür gilt.
Der Preis pro Gigabyte ist nur sinnvoll, wenn Sie das enthaltene Datenvolumen nutzen. Ein größeres Paket spart kein Geld, wenn Sie dauerhaft für ungenutzte Gigabyte bezahlen.
Gerät und Tarif zusammenrechnen
Bei einem Smartphone-Bündel zählen Anzahlung, monatliche Geräteraten und Tarifkosten über die gesamte Vertragsdauer. Vergleichen Sie diese Summe mit dem Preis für dasselbe Gerät beim separaten Kauf plus einem SIM-only-Tarif mit vergleichbaren Leistungen. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Kosten über die gesamte Laufzeit zu betrachten.
Eine Studie mit Kundendaten eines europäischen Mobilfunkanbieters aus den Jahren 2011 bis 2014 deutet darauf hin, dass Kundinnen und Kunden spätere Tarifkosten gegenüber dem anfänglichen Gerätepreis untergewichten. Das erklärt, warum die vollständige Rechnung wichtig ist. Die historischen Daten sind jedoch keine aktuelle Kaufempfehlung und belegen nicht, dass jedes Bündelangebot teurer ist (Studie im Journal of Industrial Economics).
Wichtigste Punkte
- Vergleichen Sie dieselben Leistungen über denselben Zeitraum.
- Rechnen Sie jede Preisstufe, einmalige Gebühren und Gerätekosten ein.
- Ziehen Sie Boni nur ab, wenn Sie ihre Bedingungen sicher erfüllen.
Wie behandle ich einen bedingten Bonus?
Rechnen Sie zunächst ohne Bonus. Weisen Sie die Gutschrift separat aus und ziehen Sie sie erst ab, wenn Sie die Bedingung sicher erfüllen, etwa eine bestimmte Zahlungsart oder einen fristgerechten Vertragsabschluss.
Prüfe Reisen und Zusatzfunktionen
Unterscheiden Sie Roaming und Auslandsgespräche: Roaming liegt vor, wenn Ihr Handy auf einer Reise ein ausländisches Mobilfunknetz nutzt. In der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen gelten dafür besondere Regeln. Seit dem 1. Januar 2026 gehören auch die Ukraine und Moldau zum Gebiet „Roam like at Home“ (Rat der Europäischen Union).
Prüfen Sie dennoch die Tarifbedingungen. Fair-Use-Regeln begrenzen die dauerhafte oder übermäßige Nutzung eines Tarifs im Ausland. Bei einem unbegrenzten Inlandstarif steht deshalb im EU-Ausland nicht automatisch unbegrenzt Datenvolumen zur Verfügung. Die Bundesnetzagentur erläutert die Roaming-Regeln und Fair-Use-Grenzen.
Anrufe richtig einordnen
Rufen Sie von Deutschland aus eine Nummer in einem anderen Land an, handelt es sich um ein Auslandsgespräch. Dafür gelten keine EU-Roaming-Regeln, auch wenn Sie eine Nummer aus der EU anrufen.
WLAN-Telefonie bedeutet, dass Ihr Handy über ein WLAN statt über das Mobilfunknetz telefoniert. Sie fällt nicht unter die EU-Roaming-Regeln. Im Ausland kann der Anbieter einen WLAN-Anruf daher wie ein Gespräch aus Deutschland abrechnen. Prüfen Sie vor der Reise die Preise für Ihr Ziel und für die Nummern, die Sie anrufen möchten. Die Bundesnetzagentur erklärt die Besonderheiten von WLAN-Telefonie im Ausland.
Zusatzgeräte mitrechnen
Möchten Sie Tablet oder Smartwatch mit dem Tarif verbinden, prüfen Sie die verfügbaren Zusatzkarten. Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, die direkt im Gerät eingerichtet wird. Klären Sie auch, ob Ihr Tarif eine weitere SIM-Karte für ein Zweitgerät erlaubt und ob Sie Ihr Handy als Hotspot für einen Laptop nutzen dürfen.
Für Länder außerhalb des EU-Roaminggebiets benötigen Sie häufig eine Auslandsoption. Vergleichen Sie deren Datenvolumen, Laufzeit und Preise mit Ihrem tatsächlichen Reisebedarf. Maßgeblich bleiben die Bedingungen des jeweiligen Tarifs.
Kontrolliere Unterlagen und Rechte
Lesen Sie vor dem Abschluss die Vertragszusammenfassung und das Produktinformationsblatt. Die Vertragszusammenfassung zeigt die Bedingungen für Ihren Tarif. Dazu gehören Preis, Leistungen, Laufzeit und Kündigungsfrist. Das Produktinformationsblatt zeigt wichtige Leistungen in einer einheitlichen Form. Dazu gehören etwa die Datenraten und die Begrenzung des Datenvolumens. Vergleichen Sie diese Unterlagen mit dem Angebot; eine Werbeanzeige enthält häufig nicht alle Vertragsbedingungen. Die Bundesnetzagentur erläutert die Vertragsunterlagen.
Laufzeit und Kündigung
Nach einer stillschweigenden Vertragsverlängerung können Sie mit einer Frist von einem Monat kündigen. Diese Regel gilt erst nach der anfänglichen Vertragslaufzeit. Ein Vertrag mit vereinbarter Mindestlaufzeit ist deshalb nicht von Beginn an monatlich kündbar. Die gesetzliche Regelung steht in § 56 Telekommunikationsgesetz.
Rufnummer und Widerruf
Sie können Ihre Rufnummer kostenlos zu einem neuen Anbieter mitnehmen. Wenn Sie Ihre Rufnummer mitnehmen, endet der alte Vertrag dadurch nicht automatisch. Besteht der Vertrag weiter, zahlen Sie die vereinbarten Entgelte bis zu seinem Ende weiter. Berücksichtigen Sie diese parallelen Kosten beim Tarifvergleich. Hinweise zum Anbieterwechsel bietet die Bundesnetzagentur.
Bei einem Abschluss im Ladengeschäft haben Sie in der Regel kein gesetzliches Widerrufsrecht. Schließen Sie den Vertrag online oder am Telefon ab, gilt unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Widerrufsfrist von 14 Tagen. Die Hinweise zum Widerruf finden Sie in den Verbraucherinformationen der Bundesnetzagentur.
Zu langsames mobiles Internet
Seit dem 20. April 2026 gibt es ein besonderes Verfahren der Bundesnetzagentur, mit dem Sie eine mögliche Minderleistung im Mobilfunk nachweisen können. Ein einzelner gewöhnlicher Geschwindigkeitstest genügt dafür nicht. Informationen zum Verfahren stehen auf der Seite der Bundesnetzagentur zur Internetgeschwindigkeit.
Häufige Fragen zur Tarifwahl
Wie viel Datenvolumen brauche ich?
Schauen Sie auf Ihren Verbrauch in mehreren vollständigen Abrechnungszeiträumen. Berücksichtigen Sie dabei Veränderungen im Alltag, etwa mehr Pendelwege oder weniger WLAN-Nutzung. Die Bundesnetzagentur weist für 2025 durchschnittlich 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat aus. Dieser Wert beschreibt den deutschen Mobilfunkmarkt, nicht Ihren persönlichen Bedarf (Jahresbericht der Bundesnetzagentur).
Reichen 10 GB im Monat?
10 GB reichen, wenn Ihr Verbrauch darunter bleibt. Entscheidend sind vor allem mobile Videonutzung, gewählte Videoqualität und die Verfügbarkeit von WLAN. Netflix gibt für HD-Wiedergabe bis zu 3 GB pro Stunde an. Bei täglich 20 Minuten HD-Streaming über 30 Tage summiert sich das auf bis zu 30 GB.
Netflix gibt je nach Einstellung sehr unterschiedliche Verbrauchswerte an: Im Datensparmodus reicht 1 GB laut Anbieter für etwa sechs Stunden, bei maximaler Datenübertragung können 1 GB bereits nach 20 Minuten oder mehr verbraucht sein. Diese Angaben gelten für Netflix; andere Dienste nutzen andere Datenmengen und Qualitätseinstellungen (Netflix zu Datennutzung).
Ist Prepaid immer günstiger?
Prepaid heißt, dass Sie Guthaben oder ein Paket im Voraus bezahlen. Ob es günstiger ist, entscheidet der konkrete Tarif. Vergleichen Sie Preis, Datenvolumen, Telefonie, Laufzeit, Verlängerungsregeln und Kündigungsmöglichkeiten. Prüfen Sie auch, ob sich ein gebuchtes Paket automatisch verlängert und wie viel es dann kostet.
Kann ich einen Vertrag jederzeit kündigen?
Während der anfänglichen Mindestlaufzeit gelten die vereinbarten Kündigungsregeln. Bei Verbraucherverträgen darf diese Laufzeit höchstens 24 Monate betragen; der Anbieter muss auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Verlängert sich der Vertrag stillschweigend, können Sie ihn anschließend mit einer Frist von einem Monat kündigen (§ 56 TKG).
Kann ich meine Rufnummer behalten?
Ja, die Rufnummernmitnahme ist kostenfrei. Sie beendet Ihren bisherigen Vertrag jedoch nicht. Bis zum Vertragsende fallen daher weiterhin die vereinbarten Zahlungen an. Berücksichtigen Sie diese Kosten beim Tarifvergleich (Bundesnetzagentur zum Anbieterwechsel).
Ist Roaming unbegrenzt?
Ein unbegrenzter Inlandstarif bedeutet nicht automatisch unbegrenztes Datenvolumen im Ausland. Innerhalb der EU können Fair-Use-Regeln das Datenvolumen im Roaming begrenzen, besonders bei Tarifen mit unbegrenzten Daten. Außerhalb der EU gelten häufig andere Preise und Datenpakete. Prüfen Sie deshalb die Roaming-Bedingungen Ihres Tarifs vor der Reise (Bundesnetzagentur zu Roaming).
Kernaussagen
- Messen Sie Ihren Verbrauch: Vergleichen Sie zwei bis drei vollständige Abrechnungszeiträume und berücksichtigen Sie Änderungen wie längere Pendelwege oder weniger WLAN. Der Durchschnitt von 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil im Jahr 2025 ist keine persönliche Empfehlung.
- Prüfen Sie Empfang und Leistung vor Ort: Achten Sie auf das Netz an Ihren regelmäßigen Aufenthaltsorten. Die Versorgungskarte zeigt den Empfang im Freien, nicht die Verbindung in jedem Gebäude.
- Vergleichen Sie die Gesamtkosten: Rechnen Sie Grundgebühren, Einmalkosten, Geräte und benötigte Zusatzmengen über denselben Zeitraum zusammen. Ein Vierwochenpaket läuft 28 Tage, daher fallen im Jahresvergleich etwa 13 statt zwölf Zahlungen an.
- Kontrollieren Sie Vertrag und Reisebedingungen: Prüfen Sie Laufzeit, Kündigungsfrist und Unterlagen. Die Rufnummernmitnahme ist kostenlos, beendet den alten Vertrag aber nicht; unbegrenztes Datenvolumen im Inland gilt außerdem nicht automatisch für das Roaming.
FAQ
Wie viel Datenvolumen brauche ich?
Prüfen Sie Ihren Verbrauch in zwei bis drei vollständigen Abrechnungszeiträumen und berücksichtigen Sie dabei Ausnahmen wie Urlaub oder einen ausgefallenen WLAN-Anschluss. In Deutschland lag der Durchschnitt 2025 bei 8,4 GB pro aktivem SIM-Profil und Monat. Dieser Wert beschreibt den Markt, nicht Ihren persönlichen Bedarf.
Reichen 10 GB im Monat?
Das hängt davon ab, wie oft Sie unterwegs Daten nutzen, welche Videoqualität Sie wählen und wie häufig WLAN verfügbar ist. Beim Streamingdienst Netflix reichen die Angaben je nach Einstellung von etwa vier Stunden pro Gigabyte bis zu einem Verbrauch von bis zu 3 GB pro Stunde bei HD-Wiedergabe. Prüfen Sie deshalb Ihren eigenen Verbrauch statt einer pauschalen Nutzerklasse zu folgen.
Wie prüfe ich den Mobilfunkempfang an meinen regelmäßigen Orten?
Suchen Sie Wohnung, Arbeitsplatz, Pendelstrecke und häufig besuchte Orte in der Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur. Die Karte zeigt die Versorgung im Außenbereich und garantiert keinen Empfang in Gebäuden. Wenn möglich, testen Sie das Netz zusätzlich im Alltag, bevor Sie sich länger binden.
Warum kostet ein Vierwochenpaket im Jahr mehr als zwölf Monatspreise?
Vier Wochen entsprechen 28 Tagen, nicht einem Kalendermonat. Für einen vereinfachten Jahresvergleich rechnen Sie daher mit 13 Vierwochenpaketen statt zwölf Monatspreisen. Das Datenvolumen wird dabei ebenfalls häufiger erneuert.
Ist Prepaid immer günstiger?
Nein. Prepaid bedeutet, dass Sie im Voraus zahlen; Preis, Datenvolumen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Angebot. Prüfen Sie auch, ob sich ein Paket automatisch verlängert und welche Regeln bei längerer Nichtnutzung gelten.
Kann ich einen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit jederzeit monatlich kündigen?
Nein. Die anfängliche Vertragslaufzeit kann bis zu 24 Monate betragen; während dieser Zeit gelten die vereinbarten Kündigungsbedingungen. Nach einer stillschweigenden Verlängerung können Sie mit einer Frist von einem Monat kündigen.
Kann ich meine Rufnummer behalten, ohne den alten Vertrag weiterzubezahlen?
Die Mitnahme der Rufnummer ist kostenfrei und kann auch vor dem Ende des bisherigen Vertrags erfolgen. Sie beendet den alten Vertrag jedoch nicht. Dessen Entgelte können bis zum Vertragsende weiterlaufen und gehören deshalb in den Kostenvergleich.
Ist ein unbegrenzter Tarif auch im EU-Ausland unbegrenzt?
Nicht unbedingt. Für Roaming können Fair-Use-Regeln gelten, die das verfügbare Datenvolumen begrenzen. Prüfen Sie die konkreten Auslandsbedingungen Ihres Tarifs, auch wenn im Inland unbegrenztes Datenvolumen enthalten ist.


